An den König

Als das Gerücht ihn in der Bautzner Schlacht gefallen nannte.


1813.


Heil dir, mein Fürst, auf deinem Strahlenthrone!
Bricht auch das Herz, vom höchsten Schmerz bezwungen –
Mit letzter Kraft dir jubelnd Heil gesungen!
Der Jammer stirbt im höchsten Siegestone.
Ja! bis das letzte deutsche Wort verklungen,
Jauchzt noch das Vaterland von seinem Sohne,
Der, kämpfend für sein Volk und seine Krone,
Sich königlich den Königstod errungen!
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Der Sieg fleugt auf aus deines Blutes Bächen;
Dein Name soll des Wüt'richs Mauern brechen,
Das treue Volk muß seinen König rächen!
Du aber, sanft entschlummert unter Leichen,
Erwache sanft in deinen goldnen Reichen:
Die Palmen blühn dir dort wie deine Eichen!

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TextGrid Repository (2012). Körner, Theodor. Gedichte. Leier und Schwert. An den König. An den König. Digitale Bibliothek. TextGrid. https://hdl.handle.net/11858/00-1734-0000-0003-B66C-C